| Die Agfa-Clack war seinerzeit sehr beliebt. |
Box-Kameras aus Deutschland
Mit diesen Knipskästchen kamen die Deutschen zur Fotografie
Zwölf Millionen verkaufte Exemplare, über 20 Hersteller und 150 verschiedene Box-Kamera-Modelle: Das ist das Fazit der Periode Fototechnologieentwicklung in Deutschland, die den Menschen riesige Schaulust auf immer mehr Bilder gemacht hat. Die Zeit der Boxkameras endet Mitte der 50er Jahre.
Diese Kameras waren simpel gestrickt, die Werbung lief offensiv und die Deutschen nahmen diese Kameras sehr gut an.
Illustrierter Vortrag
"Wenn der Mindestabstand vom Objektiv zum Objekt nicht so groß gewesen wäre, dann hätten die Deutschen schon damals das Selfie erfunden. So vernarrt ware sie in die einfache Möglichkeit vermeindliche Realität abzubilden", meint der Soziologe Michael Felske. In seinem illustriertem Vortrag nimmt er seine Zuhörer/Zuschauer mit auf die Reise in diese turbulente Zeit. Beispielfotos, Werbeplakate und auch die mit zum Vortrag gehörende Box-Kamera-Ausstellung lassen alle Besucher eintauchen in die damalige Welt von Fotografie, Technik und Design.
Ausstellung mit 60-70 Kamera-Modellen
Hinweis für Veranstalter: Als Fläche für die Kamera-Ausstellung mit 60-70 Kamera-Modellen sollen ca. 4 lfd. Meter Tische zur Verfügung stehen. Da der Vortrag reichlich illustriert ist, müssen Beamer, Anschlusskabel für Notebook und Projektionsfläche zur Verfügung stehen.
Notebook wird mitgebracht. Honorar nach Vereinbarung.
| Model Carolin macht gerne Selfies. |
Generation Selfie
Ist diese Dauerinszenierung wirklich fatal für Individuum und Gesellschaft?
Unsere Welt wird zunehmends digitaler, speziell die junge Generation verbringt einen Großteil ihrer Zeit online und betreibt dabei mehr und mehr eine umfangreiche Selbstinszenierung. Der einzelne Mensch wird zum Ich-Darsteller, sein Leben zu einer nie endenden Show in sozialen Netzwerken, möglichst in Form einer Kette von Höhepunkten – ständig auf der Jagd nach Likes, Beachtung und Applaus.
Leben für die Anderen leben
Das inszenierte Leben im Internet hat jedoch seinen Preis: Die "Generation Selfie" lebt ihr Leben nicht für sich, sondern für andere, verkauft sich der Öffentlichkeit, gibt freiwillig Privatsphäre und Individualität auf – und auf der Jagd nach dem nächsten Like möglicherweise auch ihre Integrität.
Selbstverliebt und sensationslüstern
Im Fokus meines Vortrags steht das Buch "Generation Selfie" von Eva Oer und Christian Cohrs. Die Journalisten Eva Oer und Christian Cohrs unterziehen die selbstverliebte und sensationslüsterne Generation Selfie einer schonungslosen Analyse. Welche Opfer bringen wir unserer digitalen Beliebtheit? Zeigen wir uns einfach nur im Netz, oder stellen wir uns dar wie Schauspieler? Tun wir noch, was wir wollen? Oder eher das, was die anderen liken? Richten wir uns nach der Bewertung anderer anstatt nach unseren eigenen Wünschen?
Kritisches Bild gezeichnet
Macht uns die Jagd nach Klicks nicht zunehmend manipulierbar? Was bedeutet die Dauerinszenierung für den Einzelnen und auch für unsere Gesellschaft? Welche Folgen hat sie für uns und unser Zusammenleben? Die Autoren zeichnen ein kritisches Bild der digitalen Generation.
Hinweis für Veranstalter: Da der Vortrag reichlich illustriert ist, müssen Beamer, Anschlusskabel für Notebook und Projektionsfläche zur Verfügung stehen.
Notebook wird mitgebracht. Honorar nach Vereinbarung.
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